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Durch die Geschichte von Dokkum schlendern

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Armes Dokkum. So wurde die Stadt früher genannt. Im Nachhinein erwies sich der chronische Geldmangel der Stadt Dokkum als Glücksfall. Damals hatte man noch nicht einmal Geld, um die Bollwerke abzureißen. Sie sind immer noch da, man kann sie zu Fuß umrunden und bei diesem Rundgang viele historische Gebäude bewundern.

 

Wenn ich durch Dokkum schlendere, fühle ich mich wie in einer anderen Zeit. Hier gibt es noch alte Straßen, Stege und charakteristischen Giebel, die die Stadt so sehenswert machen. Bei einem Shopping-Bummel durch die Innenstadt muss ich ab und zu wirklich innehalten, bei all diesen malerischen Gebäuden, die ich in der Stadt sehe. Apropos Shopping: Hier in Dokkum gibt es sie noch, die kleinen, originellen Läden, die mit Leidenschaft von gemütlichen Friesen betrieben werden, die einem gerne weiterhelfen.

Die Elfstedentocht

Ein Ort, der bei mir – und bei vielen anderen auch – immer in guter Erinnerung bleibt, ist der berühmte Wendepunkt der Elfstedentocht in der Altstadt von Dokkum. Stellen Sie einfach mal neben die weiße Brücke und malen Sie sich in Gedanken aus, wie es hier wohl aussehen würde mit all den Schlittschuhläufern auf dem Eis.2012 war das Eis in Dokkum stark genug für die Mutter aller Eisschnellläufe, aber bevor die Tour stattfinden kann, muss dies in allen elf Städten der Fall sein.

Admiralitätstage

Zum Glück sind die Admiralitätstage an diesem historischen Ort nicht vom Wetter abhängig. Sie finden jedes Jahr statt. Aber was feiert man eigentlich bei diesem maritimen Festival? Am ehemaligen Admiralitätshaus, in dem sich heute das Museum Dokkum befindet, beantwortet man mir diese Frage. Bei weiteren Fragen über Dokkum steht das hilfsbereite Team von der Touristeninformation gerne Rede und Antwort. Auch haben sie einige Tipps parat. So ist die Dauerausstellung über Bonifatius ein Muss, wenn man schon in der Stadt seiner Ermordung weilt. Auch die Stadtwanderungen sind ein Erlebnis.

 

Wenn ich durch Dokkum schlendere, fühle ich mich wie in einer anderen Zeit.

Stadtbrauerei

Angenehm überrascht bin ich, als ich ein Stück weiter die kleinste Stadtbrauerei der Niederlande betrete. Ich habe Glück: Gerade läuft eine Bierprobe und ich darf dabei sein. Hier lerne ich unter anderem das Bonifatiusbier kennen, das nach 140 Jahren sein Comeback in Dokkum feiert. Der ehrenamtliche Mitarbeiter gibt uns verschiedenen Biersorten zum Probieren und erzählt leidenschaftlich von der Biergeschichte Dokkums. Daraus entwickeln sich von selbst angeregte Gespräche.

Eisbrunnen

Zum Ausklang meiner Runde durch die Stadt bietet sich der Marktplatz mit dem Eisbrunnen an, der international für Aufmerksamkeit sorgt. Die reichhaltige Geschichte des Marktplatzes wird anhand von Pflastersteinen mit insgesamt 25 Geschichten geschildert, die über den Platz verteilt liegen. Außergewöhnlich ist auch, dass die Konturen der ehemaligen Abteikirche im Straßenpflaster sichtbar sind.

Bonifatiuskapelle

Nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt, finden wir schließlich die Bonifatiuskapelle, die jährlich an die 20.000 Besucher verzeichnet. Die Schauspieler der Vorstellung TITUS (2019) bezeichneten die Bonifatiuskapelle als „magisch“. Ich glaube, ich weiß, was sie meinen. Es lässt sich wohl nur schwer in Worte fassen. Das muss man einfach selbst erleben.

 

Tipp: Am besten parkt man am Harddraverspark, am Hellingpad oder bei ‘t Panwurk. Von dort aus kann man schon innerhalb von wenigen Minuten mit seinem Bollwerkrundgang beginnen. Übrigens: Hier parkt man kostenlos. In welcher Stadt gibt es das noch?