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De Roskam

Kollum

Es gab eine Zeit, in der es in Kollum nicht weniger als sechzehn Gaststätten gab – von kleinen Kneipen und Cafés bis hin zu Gasthäusern und Herbergen. De Roskam gehörte stets dazu.

Hier schon mal ein Vorgeschmack

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Es gab eine Zeit, in der es in Kollum nicht weniger als sechzehn Gaststätten gab – von kleinen Kneipen und Cafés bis hin zu Gasthäusern und Herbergen. De Roskam gehörte stets dazu.

Wer sich noch an das Kollum des vergangenen Jahrhunderts erinnert, hat vielleicht das Wirtshausschild des Gastwirts Bonne Hof vor Augen: ein rundlicher Mann in Badehose mit leuchtend roten Wangen. Der Überlieferung nach pflückte Bonne Hof die Kalmuspflanzen für seinen selbst gebrannten Kalmus-Berenburg in der Alde Swimmer. In den 1950er Jahren war der Kollumer Berenburg ein beliebtes Getränk. Über seinen Vater Sietse Jan wird erzählt, dass er so köstliche Kroketten zubereitete, dass die Menschen eigens aus Groningen und Leeuwarden nach Kollum kamen, um sie zu probieren.

Um De Roskam ranken sich noch viele weitere Geschichten. Während einer Razzia im Zweiten Weltkrieg soll sich der Notar Wassenberg auf dem Dachboden versteckt haben, bis er mitsamt seinem Stuhl durch die Decke brach. Auch der Chauffeur des damaligen Kommissars des Königs, Linthorst Homan, sorgte für Gesprächsstoff: Nach einer Übernachtung im Jahr 1952 war seine Dienstmütze verschwunden. Man hielt sie zunächst für gestohlen, was als großer Skandal galt. Verärgert verließ der Kommissar Kollum. Später wurde die Mütze jedoch ganz gewöhnlich wiedergefunden und von den Kollumern ordnungsgemäß per Kurier nachgeschickt.