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Villa Nova

Hurdegaryp

Einer der vielen Orte in Hurdegaryp mit einer historischen Geschichte

Hier schon mal ein Vorgeschmack

Geschichte
Die Villa Nova wurde 1856 im Auftrag von Johan Hora Adema, dem Registrator, erbaut.
Die denkmalgeschützte Villa im eklektischen Stil mit dem dazugehörigen gusseisernen Zaun aus demselben Jahr ist aufgrund ihres architekturgeschichtlichen Baustils von allgemeinem Interesse. Die Villa ist auch für das Erscheinungsbild des Dorfes von Bedeutung, da sie markant an der Ecke der Pôllesingel liegt und ihre Fassade auf die bis Ende 2016 wichtige Durchgangsstraße ausgerichtet ist.

Von 1887 bis zu seinem Tod am 5. Juni 1937 wurde die Villa Nova von Hendrik P. Smids bewohnt. Seine Frau Elisabeth W. Idsardi verließ die Villa Nova am 11. November 1937. Danach hatte die Villa verschiedene Bewohner.

Hinter der Villa befindet sich noch der ursprüngliche Garten mit einigen monumentalen Bäumen, einem Hügel und einem Teich. Die Gärten wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Gerrit Vlaskamp*) angelegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden an der Rückseite Erweiterungen statt. Diese fallen nicht unter den Status eines geschützten nationalen Denkmals.
In den 1950er Jahren wurde die Villa von zwei Familien bewohnt: der Familie Jeelof und der Familie Van der Velde. Letztere wohnte rechts hinten im Anbau.

Im Jahr 1974 wurde die Wohnnutzung aufgegeben. Der Architekt Abe Bonnema ließ die Villa umbauen und richtete dort sein Architekturbüro ein. Der Vorgarten wurde nach einem Entwurf von Mien Ruys neu gestaltet.

Nach dem Tod von Bonnema im Jahr 2001 zogen die Nutzer nach und nach aus dem Komplex aus. 

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 2016 nach einem Entwurf von Adema Architecten aus Dokkum restauriert. Dabei wurde auch die ursprüngliche Wohnfunktion wiederhergestellt.

Beschreibung der Villa
Die Villa besteht aus zwei Gebäudeteilen. Einem weiß verputzten, zweistöckigen Vorderhaus, hinter dem sich ein weiß gestrichenes, einstöckiges Hinterhaus mit einem rechtwinklig angebauten Schuppen befindet. Das Vorderhaus wird von flach geneigten Satteldächern aus schwarzen holländischen Dachziegeln überdacht; der Dachüberstand weist eine einfache Windleiste auf profilierten Konsolen auf; am First befindet sich ein Zierornament aus Gusseisen. Giebel an der Vorderseite mit Eckpilastern und rechteckigen Füllfeldern: Im Giebelbereich der Name „Villa Nova“ in aufgesetzten vergoldeten Buchstaben innerhalb eines profilierten Rahmens.

Im Erdgeschoss im vorspringenden Teil drei doppelte, sich öffnende, gewölbte Sechs-Scheiben-Türen unter einem mit Zink verkleideten Eisenvordach auf Eisenträgern; im Obergeschoss zu beiden Seiten der zentralen, sich öffnenden Balkontüren gewölbte Sechs-Scheiben-Fenster mit Naturstein-Fensterbänken unter verputzten Augenbrauenbögen. Kleiner Balkon mit dekorativem Schmiede- und Gusseisengitter.

Im zurückgesetzten Fassadenteil auf beiden Stockwerken gewölbte Flügeltüren mit sechs Scheiben, im Obergeschoss ein (erneuerter) Balkon mit Gusseisen- und Schmiedeeisengeländer: unterhalb und oberhalb des Balkons dieselben Eisenvordächer wie am Giebel. Eine doppelte Paneeltür mit einem gusseisernen Lebensbaum im Oberlicht in der Westfassade bildet den Eingang zum Haus.

Das weiß gestrichene Hinterhaus wird von einem doppelten Satteldach mit schwarz glasierten holländischen Dachziegeln bedeckt. In den Seitenfassaden befinden sich gerahmte Sechsfachfenster, an der Ostseite zusätzlich horizontale Kellerfenster mit Einbruchschutzgittern. Im rechten Winkel daran angebaut ist ein schlichtes Schuppenhäuschen.

Das Innere des Vorderhauses ist recht gut erhalten geblieben und weist unter anderem Stuckdecken und Marmorkaminverkleidungen in den vorderen Räumen im Erdgeschoss auf; ferner Vertäfelungen, Paneeltüren und die Innenläden der Türen; in den vorderen Räumen im Obergeschoss befinden sich Feuerstellen mit profilierten und verzierten Rundbogenleisten.

Das Guss- und Schmiedeeisenzaunwerk am Anfang der Auffahrt besteht aus einem mit Speerspitzen gekrönten Stabzaun zwischen Zaunpfeilern, die mit gekreuzten Ornamenten mit Palettenmotiven ausgefüllt sind. Auf den Zaunpfeilern steht in vergoldeten Ziffern die Jahreszahl 1856.

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