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Oosterkerk

Kollum

Ein Kirchengebäude im Amsterdamer Stil, entworfen vom Architekten Egbert Reitsma.

Hier schon mal ein Vorgeschmack

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Ein Kirchengebäude im Amsterdamer Stil, entworfen vom Architekten Egbert Reitsma.

Wer die Oosterkerk in Kollum betritt, wird sofort beeindruckt sein. Der Blick fällt unmittelbar auf die farbenprächtige Holzdecke, die mit abstrakten, fließenden und geometrischen Formen bemalt ist. Das Deckengemälde stammt von George Martens (1894–1979), einem niederländischen Maler und Grafiker, der vor allem als Mitglied der Groninger Künstlervereinigung De Ploeg bekannt wurde.

Die tiefen Rottöne, Ocker-, Blau- und Grüntöne auf der Decke scheinen sich zu bewegen und verleihen ihr eine fast wellenförmige Wirkung. Im Kontrast zu den Backsteinwänden und der schlichten Inneneinrichtung kommt das Kunstwerk besonders eindrucksvoll zur Geltung. Das Tageslicht, das durch die hohen Fenster fällt, hebt die Struktur des Holzes hervor und lässt die Farben noch intensiver erscheinen.

Auch die Architektur der Kirche, entworfen von Egbert Reitsma – ebenfalls Mitglied der Groninger Künstlergruppe De Ploeg – verstärkt dieses besondere Raumerlebnis. Die parabelförmige Bogenkonstruktion sorgt für eine außergewöhnliche Akustik und ein großzügiges Raumgefühl. Selbst die von Reitsma entworfene Leuchte gilt als kleines Museumsstück. Der Überlieferung nach waren jedoch nicht alle Einwohner Kollums von der reich verzierten Kirche begeistert. Vielen erschien sie eher wie ein Theater oder ein Kino. Heute macht gerade der amphitheaterförmige Kirchenraum den besonderen Charakter dieses Bauwerks aus.