Nordost-Friesland zählt rund 30 Museen mit Ausstellungen von Geschichte bis Kunst. Nachfolgend werden einige angeführt. Auf the website ‚Markant Friesland‚ werden alle Museen beschrieben.

Geschichte museen Friesland

Das Wattengebiet

Die historische Sturmkatastrophe: In der Nacht von 5. auf 6. März 1883 wurde die Fischereiflotte von Paesens-Moddergat Opfer eines der schwersten Frühjahrsstürme seit Menschengedenken. In den eiskalten Wogen nördlich der Watteninseln kamen 83 Fischer ums Leben. Nur der 31jährige Gerben Basteleur überlebte die Katastrophe. Auch sein Onkel Kornelis Visser überlebte zunächst, aber Gerben musste mit ansehen, wie er durch Erschöpfung schließlich doch ertrank. Gerben gelang es, das Ufer zu erreichen. Die Inselbewohner von Schiermonnikoog fanden ihn mehr tot als lebendig. Schon einige Tage später musste Gerben wieder auf See. Ausgerechnet er war es, der beim Fischen die Leiche seines Bruders Jan fand. Die Fischer von Paesens-Moddergat waren nicht die einzigen, die in dieser Nacht ums Leben kamen. Auch an der Küste von Groningen und Nord-Holland gingen Fischerboote verloren. Aber nirgendwo schlug das Schicksal so hart zu, wie in Paesens-Moddergat. Gegenüber vom Museum ‚t Fiskershúske auf dem Seedeich steht das Denkmal für die 83 Fischer, die in der Sturmkatastrophe ums Leben kamen.

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An mehreren Stellen dieses Gebiets werden die Erzählungen von damals noch immer dargestellt. Andere historische Museen:

„Müssen wir uns hier erbrechen?“ fragen Touristen ab und zu, wenn sie im Dorf Ee vor der Flachsbreche (braakhok) stehen. Schon bald wird klar, dass dies wohl kaum der Fall ist. Gebrochen wird hier allenfalls der Stängel der Flachspflanze. Diese Bearbeitung ist notwendig, damit aus Flachs (auf Friesisch: flaaks) Leinen werden kann. In diesem einzigartigen Museum lernt man nicht nur, wie man früher aus Flachs Kleidung machte, man sieht auch, wie schwer diese Arbeit war. Das Kämmen, Brechen und Schwingen verursachte viel Staub. Die Arbeit in solchen Räumen war daher ungesund. Die Arbeitstage waren lang und der Verdienst kärglich. Solche Flachsbrechen befanden sich früher an vielen Orten. Das Museum in Ee ist das Einzige in den Niederlanden, das einen Einblick in die Flachsverarbeitung von früher verschafft. Und wenn Sie eh schon in Ee sind, sollten Sie sich den malerischen, denkmalgeschützten Dorfkern nicht entgehen lassen.

Die Friesische Wälder

Auch im Waldgebiet fühlt man sich noch in der Zeit zurückversetzt.

Museumbauernhof Ot en Sien ist ein Ort, an dem die Zeit 100 Jahre stillgestanden hat. Hier finden Sie noch den Tante-Emma-Laden, die Schule und die Arztpraxis aus früheren Zeiten. Mit einzigartigen, nostalgischen Denkmälern aus einer Zeit der Erfindungen und bürgerlichen Ruhe. Außergewöhnlich: die einzigartige Kollektion mit Schulwandbildern von Jetses.

Freiluftmuseum und Themapark „De Spitkeet“ zeigen auf einem mehr als 4 Hektar großen Gelände, wie schwer das Leben der Menschen in der Groninger und friesischen Heide in der Zeit zwischen 1850 und 1950 war. Man sieht unterschiedliche Wohnungstypen und die Bedingungen, unter denen Menschen lebten und arbeiteten.

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In kleinen Museen, in denen ein Gastgeber oder eine Gastgeberin Ihnen gern erzählt, was zu sehen ist, erfahren Sie mehr über die Geschichte dieses Gebiets:

Die Friesische Seen

Im Seegebiet sind ebenfalls diverse historische Museen zu finden.

In das Seegebiet gibt es vieles, das Sie nicht verpassen dürfen. Beispielsweise das Skûtsjemuseum. Es befindet sich in Earnewâld in einem Gebäude, das die Form eines „skûthûs“ besitzt, das früher das Herz einer friesischen Schiffswerft bildete. Im Mittelpunkt des Museums steht das Leben einer früheren Generation von Segelschiffern. Altes Handwerk aus dem Schiffsbau wird in speziell eingerichteten Werkstätten gezeigt und natürlich geht es auch um Skûtsjesilen-Regatten.

Ebenfalls empfehlenswert in der Umgebung von Earnewâld sind Ausflüge in

Kunst in Friesland

Ein Haus als Kunstwerk: Ruud Wiersma gestaltete in fünfjähriger Arbeit sein Wohnzimmer zu einem großen, farbenreichen Panorama um, auf dem die vier Jahreszeiten dargestellt werden. Es wurde das Lebenswerk eines Mannes, der bis zu seinem 60. Lebensjahr in seinem Beruf als Milchtransporteur per Boot arbeitete. Als er das Malen einmal entdeckt hatte, hörte er nicht mehr auf. Bis zu seinem Tod 1980 malte er Bilder, die später als naive Kunst bezeichnet wurden. Jedes Kunstwerk von Wiersma birgt eine Erzählung. Neun Gemälde mit biblischen Motiven, sein Beruf aus Milchtransporteur, die Inthronisierung der damaligen Königin Beatrix, eine Heirat in Burdaard, sein bekanntestes Gemälde „de Elfstedentocht“. Auch Gemälde einer lieb aussehenden Frau mit Kindern gehören zur Sammlung, eine Familie zu haben war sein Lebenswunsch. Zahlreiche Exponate sind in der Wohnung neben dem ursprünglichen Haus zu besichtigen. Fachkundige freiwillige Mitarbeiter erläutern das Werk von Wiersma.

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